Sonntag, 29. Juli 2012

[Gemecker] Gesponsorte Produkte / Testprodukte

Ich muss leider in so kurzer Zeit hier schon wieder etwas Dampf ablassen. Es geht dieses Mal um das Thema Testprodukte bzw. gesponsorte Produkte.

Ich habe mittlerweile ein paar Mal Produkte zum Testen erhalten und habe bis jetzt eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Nun wurde ich zum ersten Mal etwas stutzig.

Vor einiger Zeit wurde ein PR-Unternehmen auf meinen Blog aufmerksam und fragte an, ob ich nicht das Produkt eines Kunden testen wolle. Ich bejahte, da keinerlei Bedingungen gestellt wurden und ich die Produkte des Unternehmens interessant finde. Ich war mit dem getesteten Produkt sehr zufrieden, so dass meine Bewertung positiv ausfiel.

In der Folgezeit erhielt ich den Newsletter über Produkte des Unternehmens und fragte in Eigeninitiative an, ob ich erneut ein für mich interessantes Produkt für meinen Blog und eine Verbraucherplattform, auf der ich aktiv bin, testen könne. 

Der Kontakt war wieder sehr freundlich und ich erhielt das gewünschte Produkt zum Testen. Ich bot an, mich beim PR-Kontakt zu melden, sobald ich über das Produkt berichtet habe.

Nun fiel meine Bewertung nicht sehr positiv, wenn auch nicht vollkommen negativ aus. Nachdem ich dem PR-Kontakt Links meiner Erfahrungsberichte gesendet hatte, erhielt ich folgende E-Mail:
Hallo Isabel,

das ist aber schade. Ich benutze ****  auch und finde **** super. Deine Ausführungen kann ich so auch gar nicht nachvollziehen. (...)

Schade, dass nun jede Menge Leute vom Kauf absehen werden.

Es wäre nett gewesen, wenn Du bei so einer Beurteilung auf die Veröffentlichung verzichtet hättest.

Viele Grüße 
Bestimmte Passagen sind bewusst von mir durch **** ersetzt oder komplett entfernt worden, damit kein Rückschluss auf den Absender bzw. das Produkt gezogen werden kann.

Ich muss sagen, dass ich etwas enttäuscht, aber in erster Linie verärgert bin. 
Wenn man nicht nur Positives über ein Testprodukt berichten kann, soll man lieber schweigen? Wo kämen wir hin, wenn man nur noch positive Bewertungen im Internet finden würde, da neutrale und negative Bewertungen unerwünscht sind?

In diesem Fall kann ich die E-Mail nur so deuten, als hätte ich über meine Erfahrungen mit dem Produkt lieber nicht berichten und vor allem vorher um Erlaubnis bitten sollen, sofern die Bewertung nicht absolut positiv ausfällt.


Meine Antwort war folgende:
Hallo ****,
Erfahrungen können bekanntlich subjektiv sein. Nur, weil ich mit diesem Produkt nicht ganz zufrieden bin, müssen nicht andere Testerinnen ebenso unzufrieden sein. Insofern mag es durchaus sein, dass Du mit diesem Produkt sehr zufrieden bist, aber ich habe das Produkt so kennen gelernt wie ich es beschrieben habe.

Dass ich nur Positives berichten darf, war mir vorher nicht bewusst. Unter diesen Umständen hätte ich nicht nach einem Produkt zum Testen gefragt. Wenn ich einen Erfahrungsbericht schreibe, dann gebe ich wahrheitsgemäß meine persönlichen Erfahrungen mit dem Produkt wieder und es wird auch nichts beschönigt. Ganz egal, ob ich dieses Produkt zum Testen erhalten oder es selbst erworben habe. Das erwarte ich ebenso bei Erfahrungsberichten von anderen Testerinnen.

Schade, dass wir uns offensichtlich missverstanden haben.

Viele Grüße
Isabel

Es kam noch eine Antwort vom PR-Kontakt:

Liebe Isabel,

ich denke uns beiden ist bewusst, welche Auswirkungen ein negativer Testbericht hat. Jede, die das liest, wird das Produkt jetzt sicher nicht mehr selbst ausprobieren wollen.

Wenn man ein Produkt mal nicht so gut findet, ist das ja kein Problem.

Ich fände es aber schon nett, wenn man dann so kulant ist, das vielleicht dann nicht in aller Härte darzustellen. Man kann dann ja wie gesagt auch auf eine Veröffentlichung verzichten oder den Text entsprechend anpassen. Das handhaben andere Blogger ja auch so.

Als PR-Mensch ist man natürlich immer unglücklich über negative Bewertungen - das ist doch vollkommen klar, oder nicht?
Liebe Grüße & auf weiterhin gute Zusammenarbeit,

Dass ich erneut über diesen PR-Kontakt an ein Testprodukt gelange, bezweifle ich stark, aber daran bin ich nun auch nicht mehr interessiert, wenn ich nicht vollkommen frei bewerten darf.

Es gibt sicherlich einige Personen, die aus Angst, zukünftig keine Produkte mehr zu erhalten, lieber beschönigen oder sogar Erfahrungen verfälschen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Meinungen gekauft sind und wie viele Blogger ihren Text "anpassen".


Es mag sein, dass man sich bei der schlechten Bewertung eines geschenkten Produktes etwas unwohl fühlt, aber ich möchte nichtsdestotrotz wahrheitsgemäß über meine Erfahrungen berichten. Firmen, die ehrliche Meinungen über ihre Produkte nicht hören möchten, können mir gestohlen bleiben. 

Abgesehen davon, war meine Meinung über das Produkt sachlich. Auf der Verbraucherplattform habe ich sogar eine neutrale Bewertung (3 von 5 Bewertungspunkten!) abgegeben, also ich habe das Produkt nicht völlig "niedergemacht". Ich nutze zudem ganz bewusst Formulierungen wie "nach meinem Empfinden", die zeigen sollen, dass die Bewertung auf meinen persönlichen Erfahrungen beruht.

Man sollten den Verbrauchern vielleicht etwas mehr eigenverantwortliches Handeln bei der Kaufentscheidung zutrauen. Nur weil ich einen weniger positiven Erfahrungsbericht gelesen habe, bedeutet das für mich nicht zwangsläufig, dass ich dieses Produkt auf keinen Fall kaufen werde. Bei mehreren negativen Erfahrungsberichten werde ich durchaus skeptisch, aber dann sollte sich das Unternehmen auch überlegen, ob vielleicht das Produkt weniger gelungen ist.

Auf diversen Blogs habe ich bereits Gedanken zu diesem Thema gelesen und es scheint leider aktuell zu bleiben. Ich finde es insofern sehr gut, wenn gesponsorte Produkte in einem Erfahrungsbericht auch als solche gekennzeichnet werden.


Hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht? Was sagt ihr zu den E-Mails des PR-Kontakts?

Kommentare:

  1. Also ich persönlich würde die Bewertung auch nicht nachträglich ändern und finde es von der Firma nicht ok so. Zumal es bei mir auch oft so ist, dass meine Leser ein Produkt trotzdem gut finden, auch wenn ich es nicht so gern mag. Sie schreiben mir das dann nett und freundlich in den Kommentaren und ich finde das völlig in Ordnung. Ich wüsste wirklich zu gern welche Firma es ist weil ich gern wüsste ob ich auch Kontakt zu ihnen habe aber es ist sehr anständig von dir trotz des Ärgers nicht zu verraten wer es war.

    Ich für meinen Teil schreibe immer offen und ehrlich was ich denke, auch wenn ich mir Mühe gebe es fair zu formulieren und nicht gemein ("das Produkt ist total sch&§%e" oder so ^^).

    Viele Grüße und mach dir keinen Kopf, du hast alles richtig gemacht!

    Karmesin

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    1. Ah, wenn es dir Firma ist die ich vermute dann habe ich keinen Kontakt zu ihnen. Um so besser ;-)

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    2. Habe meinen vorherigen Kommentar gerade aufgrund eines kleinen Fehlsers gelöscht:

      Ändern werde ich meine Erfahrungsberichte auf keinen Fall :)

      Ich habe selbst schon mehrfach erlebt, dass in Kommentaren zu meinen Testberichten vollkommen andere Meinungen (sowohl positivere als auch negativere Erfahrungen) zu einem Produkt geäußert wurden. Man kann also nicht von sich auf andere schließen. Bestes Beispiel sind für mich neben Pflege- und Haarprodukten auch Mascaras, weil es einfach auf die eigene Haut etc. ankommt. Insofern kann ich persönlich die Einstellung des PR-Kontakts nicht ganz nachvollziehen und ich bin froh, wenn ich nicht die Einzige bin, die das so sieht :)

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  2. Ich finde es immer wieder erstaunlich was PR Leute sich denken. Es ist absolut richtig, wenn man ein Produkt nicht so toll findet, dies auch zu schreiben und hier ist egal, ob gekauft oder gesponsort. Das würde ich ebenfalls immer so handhaben.
    Ehrlich gesagt würde ich dann auch lieber nicht mit dieser Firma zusammen arbeiten, wenn man die Kritik nicht verarbeiten kann. Ich hab glücklicherweise schon andere Erfahrungen gemacht und mir wurden für die ehrlichen Worte gedankt. Aber es gibt halt immer zwei Seiten und Reaktionen.
    Echt schade...

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  3. Besonders toll finde ich immer, wenn PR Menschen mit "anderen Bloggern" kommen - wer diese sind, wird nicht genannt, bzw. bezweifle ich überhaupt, dass die existieren.

    Ich tausche mich sehr häufig mit anderen aus - und solche Mails sind ja nun leider keine Seltenheit! Bislang ist mir noch keine Bloggerin untergekommen, die dann den Text "kulanterweise" geändert hätte.

    Was glauben Firmen eigentlich, was sie da machen? Sie bezahlen nicht für die Werbung, aber man soll bitte schreiben, was sie wünschen. Selbst bei einer bezahlten Einschaltung sollten sie über eine ehrliche Meinung froh sein und ihre Produkte überdenken, statt Maulkörbe zu verpassen.

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    1. Oh und - eigentlich ist man dazu verpflichtet, "Gesponsertes" auch zu kennzeichnen, Werbung usw. Dass es besonders im Fashionbereich da sehr locker genommen wird, nervt mich.

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    2. Ich war tatsächlich erst versucht zu fragen, welche Blogger das so "handhaben", denn diese Blogs würde ich dann definitiv meiden.

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  4. Liebe Isabel!

    Ich lese gerne Beautyblogs und bin auf Ciao.de aktiv.
    Die dort vorgestellten Produkte und die Erfahrungen der Nutzer/innen lese ich mir durch, komme aber in der Anwendung auch nicht immer auf die gleichen Ergebnisse.
    Jeder hat ja unterschiedliche Vorlieben, unterschiedliche Pflegebedürfnisse etc.
    Ich handhabe es da wie ich es auch bei Büchern mache:
    Wenn mich das Produkt interessiert kaufe ich es und probiere es selbst aus, um mir ein eigenes Bild davon zu machen.
    Die Reaktion des PR-Kontakts finde ich enttäuschend, denn dieser lässt durchblicken, dass Berichte geschönt werden, was in meinen Augen nicht im Sinne des Verbrauchers ist.
    Du hast nichts falsch gemacht.
    Ich schätze deine ehrliche, umfassende Art der Produktbeschreibung.
    Mach weiter so!

    LG Aletheia

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    1. Danke :)

      Genau so sehe ich das auch. Nicht selten möchte ich ein Produkt unbedingt selbst testen und da schreckt mich eine eher negative Review noch nicht ab, da die Ansprüche eben so verschieden sein können.

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  5. wahrscheinlich wäre diese negative erfahrung einfach nicht passiert wenn die pr-firma gleich gesagt hätte bzw evtl genauer gesagt hätte wie die sich das ergebnis vorstellen :-DDD

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    1. Genau, man hätte mir ja direkt einen vorgefertigten Erfahrungsbericht mitschicken können ;)

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  6. Ich bin auch der Meinung, dass gesponsorte Produkte genauso offen bewertet werden sollten wie selbst gekaufte. Wenn eine Firma das nicht möchte, muss sie für Werbung bezahlen, denn was anderes ist es sonst nicht.
    Und nur weil jemand ein Produkt nicht mochte, heißt das noch lange nicht, dass ich es nicht vielleicht teste, wenn es mich interessiert. Wie du schon sagst, was bei dir nicht funktioniert mag für mich das Nonplus-Ultra sein.
    Der PR-Kontakt ist wirklich unverschämt und dreist, was die meinen erwarten zu können, nur weil sie einem ein PRodukt zur Verfügung stellen. Da kann ich nur den Kopf schütteln.

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    1. Ganz meine Meinung.

      Zu dem in Rede stehenden Produkt sei auch noch gesagt, dass man die Wirkung sicherlich nur subjektiv beurteilen kann. Ich muss mich also insofern wiederholen, dass es andere Testerinnen durchaus als sehr gut empfinden können, während ich es eben nur mittelmäßig fand.

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  7. Oh Mann, das ist ja echt der Hammer, zumal ich die Mails als nicht sonderlich freundlich formuliert finde, um es mal nett zu sagen.
    Mich würde sehr interessieren, um welche Firma es sich handelt, kann aber gut nachvollziehen, dass du jene nicht Preis gibst.

    Ich habe das Glück oder Unglück niemals Gratis-Sachen zum Testen geschickt zu bekommen, weil ich mich darum auch nicht sonderlich reiße...Sicherlich könnte ich auch mal den Kontakt zu der ein oder anderen Firma suchen, aber genau aufgrund dessen, was du da beschreibst, habe ich u.a. starke Bedenken...

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag :)

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  8. Wie absolut dreist. Ich finde es bewundernswert, wie ruhig und sachlich du geblieben bist! Wer ein wirklich gutes Produkt vetritt und voll dahintersteht, der braucht sich auch vor den Reviews nicht zu fürchten. Und wer negative Reviews bekommt, der sollte sie vielleicht zum Anlass nehmen, sein Produkt zu verbessern und nicht den Bloggern den Mund verbieten - und das ist ja letztendlich das, was sie hier versuchen. Ich habe bisher alle gesponserten Produkte frei bewertet und dabei kein Blatt vor den Mund genommen und habe noch nie negatives Feedback darauf bekommen, sondern - im Gegenteil - Offenheit für konstruktive Kritik. Und dass andere Blogger vor PR-Unternehmen kuschen, rechtfertigt noch lange nicht, dass alle das machen. Man muss immer überlegen, was für eine "Beziehung" zwischen Bloggern und Unternehmen besteht. Die Unternehmen bekommen Publicity zum Selbstkostenpreis und die Blogger Material für den Blog. Wenn der Blogger seine Meinung beschönigt, nur um den PR-Kontakt nicht zu gefährden, dann wird das irgendwann auffallen, der Ruf ist hin und die Leser wandern ab. Was hat einem das dann gebracht?
    Was ich mit meinem Sermon eigentlich sagen will: du hast absolut richtig reagiert!

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    1. Genau das stört mich. Vielleicht sollte man als PR-Kontakt die Kritik lieber an den Hersteller weiterleiten, anstatt zu versuchen, kritische Meinungen zu einem Produkt unter den Teppich zu kehren.

      Ich habe sogar schon überlegt, den Hersteller des Produktes zu kontaktieren und nachzufragen, ob die Vorgehensweise des PR-Kontakts von ihm erwünscht ist. Ich möchte andererseits den PR-Kontakt nicht auf diese Weise "in die Pfanne hauen" und ich bezweifle, dass ich eine ehrliche Meinung des Herstellers erhalten würde.

      Nun bin ich zumindest beruhigt, dass hier bisher niemand meine Meinung übertrieben fand und bisher alle die Angelegenheit ähnlich sehen.

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  9. So viel zum Thema Pressefreiheit.
    Das ist einfach nur Dreist.
    Man muss doch damit rechnen das a) ein Produkt nicht fehlerfrei ist
    b) das Meinungen immer subjektiv sind und somit c) nicht nur positives dabei rauskommt.
    Das diese PR-Leute aber nur das lesen wollen..spricht Bände.Wirklich.
    Sicherlich ist ein negatives Review nicht gut,logisch,aber ich lese mir immer mehrer durch bzw ich bin ja auch dankbar dafür wenn es mal nicht positiv ausfällt.
    Gekaufte Meinungen bringen dem Kunden doch im Endeffekt gar nichts..
    Was die da erwartet haben.
    Aber super wie du reagiert hast.

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  10. Das ist echt schade, dass die PR Agentur so denkt und handelt....find ich gut, dass Du zu Deiner Meinung stehst und diese ihnen mitgeteilt hast!
    lg

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  11. Ab und zu erhalte ich auch Testprodukte. Ich freue mich immer, meinen Horizont erweitern zu können. Allerdings bleibe ich auch immer ehrlich und handhabe das so wie du auch. Bisher kamen zum Glück keine Beschwerden zu meinen Artikeln. Auch wenn mir das ein oder andere Produkt nicht so recht gefallen konnte.

    Jede Firma sollte sich im Klaren sein, was es bedeutet, Produkte an Blogger zu verschicken. Man bekommt eine subjektive Meinung und die kann auch negativ ausfallen. Aber dann sollte man sich die Kritik zu Herzen nehmen und vllt. am Produkt etwas ändern. Fällt die Meinung des Bloggers positiv aus, hat man total günstige Werbung gemacht.

    Ich als Blogger verstehe mich als Autorin über meine Erlebnisse mit Nagellack und Co., was mein Hobby ist. Dabei bin ich ehrlich, halte meinen Blog werbebannerfrei und bin nicht käuflich. Ich blogge, weil's mir Spaß macht und nicht, weil ich kostenlose Produkte bekommen will.

    Ich habe den Eindruck, dass du es mit dem Bloggen ähnlich hälst wie ich und deshalb lese ich deinen Blog ja auch, bzw. habe dich in meiner Blogliste. Es ist ärgerlich, solche Feedbacks zu bekommen. Da hätte ich übrigens auch kein Problem, in Zukunft auf Produkte dieser Firma zu verzichten.

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  12. Natürlich solltest Du es offen und ehrlich bewerten. Respektvoll natürlich - aber das hast Du sicher auch, wie ich Deine Artikel kenne!... - Ich schätze es unglaublich an Blogs, wenn sie aufrichtige und natürlich hoch subjektive Dinge beschreiben. Das macht ein Produkt noch nicht schlecht und selbst, wenn es mal eine negative Bewertung gibt, dann ist das so. Macht mir gerade auch zu denken. Ich habe auch freundlicherweise auf eigene Anfrage etwas erhalten und kann dem keine 5 Sterne geben. ... Die PR scheint manchmal zu denken, Blogger müssten so dankbar sein, dass sie überhaupt unterstützt werden... wir bekommen doch nichts dafür. Wir sind keine Werbeunternehmen und genau das mag ich daran! Man liest über ein und das selbe Produkt bei 20 verschiedenen Blogs und die meisten Berichte sind unterschiedlich und das ist auch gut so!
    Ich kann Deine Irritation gut verstehen, zumal ich 3/5 Punkten immer noch als gut abgeschnitten empfinde.Ärger Dich nicht - schau vllt. mit einem Fünkchen Skepsis auf gute Reviews über Produkte von der Firma :-) Gott sei Dank haben wir alle noch andere "Berufe" neben diesem Hobby... Ich finde gut, dass es Blogger gibt, die nicht nur blind jedes Testprodukt in den Himmel loben. Vielen, vielen Dank dafür. Und Deine Integrität zeigt sich auch darin, dass Du der Firma den Gefallen tust, sie nicht zu nennen.
    Die Dame darf sich was anderes gewünscht haben - aber Du bist nicht ihr persönlicher Wunscherfüller und Deine ECHTE MEINUNG ist mir viel, viel, viel mehr wert. :-* Alles Liebe - shelynx-

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  13. Aus diesem Grund lese ich auch IMMER die Kommentare, wenn ich an einem Artikel interessiert bin und der auf meinem Kaufradar erscheint. Spätestens da sieht man dann, ob die Meinungen wirklich durchweg positiv sind. Wenn jemand ein Produkt z.B. wegen einer Zusatzstoffunverträglichkeit nicht gut oder nur eingeschränkt bewerten kann, dann kann es ja für MICH trotzdem einwandfrei funktionieren. Sind z.B. in Haarpflegemitteln Silikone drin, spar ich mir gleich die Review und die Kommentare. Danke nein, kein Interesse.
    ABER ich denke häufig, dass Bloggerinnen, die z.B. Produkte von wirklichen High-End-Marken gesponsort bekommen, die Artikel häufig besser bewerten als sie eigentlich sind. Denn wenn ich 70 € für ein Gesichtswasser selbst bezahlen muss, habe ich logischer Weise andere Erwartungen an einen Artikel als wenn ich es gestellt bekomme. Da würde mir dann ein "och, funzt ganz supi, ist aber echt nichts besonderes" reichen, um ein Produkt doch eher positiv zu bewerten.
    Und ganz ehrlich, die Blogger/innen stellen Artikel nur vor, bewerten sie anschließend. Wenn Firmen davor Angst haben ist das nicht nachvollziehbar. Angst müssten sie dann eher von den Kommentaren haben, wo ja häufiger in sehr unschönen Formulierungen die Produkte niedergemacht werden.
    Also: Daumen hoch für ehrliche Reviews! Niemand möchte auch nur 1,99 € für Schrott ausgeben!
    Grüße Minze
    PS: Irgendwie liebe ich deine Meckerposts^^

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  14. Oh Mann, also ich finde in den Kommentaren über mir wurde schon alles gesagt und meiner Meinung nach hast du natürlich alles richtig gemacht! Mir ist sowas noch nicht untergekommen, allerdings habe ich auch nicht mit vielen Firmen PR-Kontakt.. bis auf dm & cosnova habe ich auch noch nie irgendwo angefragt. Aber ein Produkt, was man eher schlecht findet, zu beschönigen finde ich (wie fast alle) natürlich völlig indiskutabel. Wenn man als PR-Mensch Testprodukte zur Verfügung stellt, muss man halt damit rechnen, dass manche Leute nicht so zufrieden mit einem Produkt sind. Ich hatte erst einmal ein (für mich) richtiges "Fail-Produkt", das gesponsert war und da kam als Reaktion dann etwas wie "Schade, dass du nicht damit zurechtkommst. Danke für deine Anregungen zur Verbesserung unseres Produkts.." oder so ähnlich, was ja wohl normal sein sollte.
    Ich persönlich lasse mich auch nicht immer von negativen Reviews abschrecken. Gerade bei Pflegeprodukten möchte ich das immer selbst ausprobieren und auch bei Nagellacken oder Schminke bin ich manchmal unbelehrbar.
    Abschließend gesagt: ich finde deine Reaktion auch toll und absolut richtig! :)
    Liebe Grüße,
    Erdbeerelfe

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  15. "Schade, dass nun jede Menge Leute vom Kauf absehen werden.."

    Es ist ja nicht so, dass alle Leute das Produkt kennen und du allein beeinflusst, ob sie es kaufen oder nicht. Dir da so ein schlechtes Gewissen machen zu wollen finde ich unmöglich. Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass du das absolut richtig gemacht hast. Letztendlich wollte sich die Firma billige Werbung verschaffen und jetzt beschwert sie sich bei dir, dass das nicht ganz so geklappt hat... Ich versteh nicht, was das mit Kulanz zu tun haben soll, wenn du nichts gesagt hättest. Kulanz bedeutet Rechtsverzicht und ist eigentlich von dem zu erwarten, der eine Leistung erbringt; du bist doch eigentlich Kunde und nicht Leistungsbringer! Aber genau so wirst du hier gesehen, als billige Werbung, die man mit ein paar Gratisprodukten bezahlt. Und, dass PR-Menschen über schlechte Werbung unglücklich sind, stimmt überhaupt nicht. Auch schlechte PR ist PR. Sehr klug, nicht zu sagen, um welches Produkt und welche Firma es sich handelt, denn das würde ja noch mehr PR geben. ;) Auch bei schlechten Bewertungen bleibt einem das Produkt doch im Kopf und man überlegt sich vielleicht doch, das mal selbst auszuprobieren. Ich schaue oft Bewertungen an, bevor ich etwas kaufe, aber eher aus Interesse, was mich wohl erwartet; wenn mich etwas interessiert, kaufe ich es meist sowieso, weil, wie hier auch schon gesagt wurde, nicht jedes Produkt bei jedem gleich wirkt. Da braucht nun echt niemand zu tun, als wärst du für die zukünftige drohende Insolvenz der Firma verantwortlich.
    Und 3 von 5 Punkten zu vergeben ist nun wirklich nicht "in aller Härte". Außerdem schreibst du ja, dass du es zum "Testen" bekommen hast und nicht "zum Lobpreisen". Das hat der PR-Mensch dann wohl auch vergessen. Das ist einfach so unverschämt, diese Konversation, lass dir bloß nicht einreden, dass du etwas falsch gemacht hättest!

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  16. Es gibt glaube ich auch wirklich einige Blogger, die generell wenig über "Naja"- oder sogar "Mist"-Produkte schreiben. Dass ist mir als Leser jedenfalls schon aufgefallen, einige Blogger gaben dass auch so zu, dass sie üblicherweise keine weniger positiven Artikel schreiben. Dabei ist das ja nicht weniger interessant. Klar beeinflusst das auch meine Kaufentscheidung, es gibt aber auch genug Fälle bei denen ich Produkte unterschiedlich einschätze als eben jemand anderes. Weiß jetzt nicht worum es ging, aber besonders bei Pflegeprodukten ist das ja so.

    Ich finde es jedenfalls auch falsch, gesponsorte Produkte nur zu reviewen, wenn das Urteil positiv ausfällt.

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    1. Noch ein Punkt:
      Als Leser ist es übrigens sehr nervig, wenn die Reviewerin ein Produkt nicht gut findet, dann aber 10 mal betont, dass es ja für jemand anderes genau das Richtige sein könnte und man sollte es trotztdem UNBEDINGT mal selber ausprobieren.
      (und damit meine ich nicht, wenn man solche Sachen wie "nach meinen Empfinden" dazu schreibt ;))

      Als Blogger darf man sich da nicht zu sehr von der PR-Maschinerie einsaugen lassen, sonst verliert man irgendwann seine Glaubwürdigkeit.

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  17. Oh man sowas macht ja echt schlechte Laune, aber ich finde es toll, dass du das alles so ehrlich handhabst und trotzdem deine Meinung sagst. Dafür lieben wir schließlich auch deinen Blog :)

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  18. Guter Post, bin ganz deiner Meinung!!!

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  19. So einen Fall hatte ich bisher zum Glück nicht, aber auf die Zusammenarbeit mit so einem Unternehmen würde ich dann auch gut und gerne verzichten. Finde sowas geht echt überhaupt nicht >.<

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  20. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die sich hier zu Wort gemeldet haben!

    Offensichtlich sind wir einer Meinung, dass die Vorgehensweise dieses PR-Kontakts mehr als bedenklich und für ehrliche Bloggerinnen nicht nachvollziehbar ist.

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  21. Mein lieber Schwan! Ich finde sowas mehr als dreist, die Firmen haben durch die Blogs viel mehr Werbung, als durch Zeitschrift oder ect. was aber darauf beruht das diese ihre ehrliche Meinung abgeben. Und wenn eine Firma verlangt das ein Produkt beschönigen soll, obwohl es einem absolut nicht zu sagt, finde ich ist echt das letzte! So verlieren Blogger irgendwann auch ihre Glaubwürdigkeit, daher würde ich nie eine Meinung über ein Produkt beschönigen, wenn sie nicht schön ist!

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  22. Ich habe auch schon eine unfreundliche mail bekommen weil ich negativrs am Produkt beschrieben habe. Der wortlaut war:..... ich bereue es mir dir eine Kooperation eingegangen zu sein und unterlasse bitte negative Bewertungen unserer Produkte....... das macht echt sprachlos. Ich bin keine werbeplattform sondern realistischer tester.

    liebe grüße vom testfroschblog

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    1. Was es nicht alles gibt... Das finde ich richtig dreist, so dass mir das Unternehmen dadurch so unsympathisch werden würde, dass ich dessen Produkte allein aus diesem Grund eher meiden würde.

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